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keine Adoption durch gleichgeschlechtlichen Partner der Mutter / des Vaters



Gemäß § 182 Abs 2 ABGB ersetzt der Einzeladoptierende nicht den Elternteil seiner Wahl, sondern jenen, der seinem Geschlecht entspricht. Die Adoption des Kindes durch die Lebenspartnerin der leiblichen Mutter ist daher rechtlich unmöglich (Startet den Datei-DownloadOGH 2006/09/27, 9 Ob 62/06t).

§ 182 ABGB bis 31.01.2013



Wirkungen

ABGB § 182
(1) Zwischen dem Annehmenden und dessen Nachkommen
einerseits und dem Wahlkind und dessen im Zeitpunkt des
Wirksamwerdens der Annahme minderjährigen Nachkommen andererseits
entstehen mit diesem Zeitpunkt die gleichen Rechte, wie sie durch die
eheliche Abstammung begründet werden.
  (2) Wird das Wahlkind durch Ehegatten als Wahleltern angenommen, so
erlöschen mit den im § 182a bestimmten Ausnahmen die nicht bloß in
der Verwandtschaft an sich (§ 40) bestehenden familienrechtlichen
Beziehungen zwischen den leiblichen Eltern und deren Verwandten
einerseits und dem Wahlkind und dessen im Zeitpunkt des
Wirksamwerdens der Annahme minderjährigen Nachkommen andererseits mit
diesem Zeitpunkt. Wird das Wahlkind nur durch einen Wahlvater (eine
Wahlmutter) angenommen, so erlöschen diese Beziehungen lediglich
hinsichtlich des leiblichen Vaters (der leiblichen Mutter) und dessen
(deren) Verwandten; insoweit danach diese Beziehungen aufrecht
bleiben würden, hat das Gericht, wenn der in Frage kommende
Elternteil darin eingewilligt hat, das Erlöschen diesem Elternteil
gegenüber auszusprechen; das Erlöschen wirkt vom Zeitpunkt der Abgabe
der Einwilligungserklärung, frühestens jedoch vom Zeitpunkt des
Wirksamwerdens der Annahme.

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